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Arbeitsbereiche
| CVJM Thüringen | cpJ-Predigt

Gottesdienst: Glaubens-Schritte - Von großem und kleinem Glauben

Matthäus 8, 23-27 (Gute Nachricht 2018)
Miriam Wardin

23 Jesus stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm. 24 Als sie auf dem See waren, kam ein schwerer Sturm auf, und die Wellen drohten das Boot unter sich zu begraben. Aber Jesus schlief. 25 Die Jünger gingen zu ihm, weckten ihn und riefen: »Rette uns, Herr, wir gehen unter!« 26 Jesus sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Angst? Ihr habt zu wenig Vertrauen!« Dann stand er auf und sprach ein Machtwort zu dem Wind und den Wellen. Da wurde es ganz still. 27 Die Leute aber fragten voller Staunen: »Was muss das für einer sein, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen!« 

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| Nicole Fraaß | MontagsMoment

MontagsMoment | 31.08.26

Liebe CVJM Community,
 
Kurz nachdem wir losliefen, hörte ich den Donner. Hätten wir aus Vorsicht gehandelt, wären wir zum Auto zurückgekehrt. Doch wir wollten dem Frust und der Hitze entgehen. Wir baten Gott um Schutz und gingen weiter bergauf. Ich machte mir dennoch Sorgen, der Weg würde uns bald über Weiden führen und das Gewitter klang noch nicht ab. Aber sobald wir die Weiden erreichten, war vom Gewitter war keine Spur: es begann zu regnen. Als wir am Berghaus, unserem Ziel ankamen und die Weitsicht genossen, öffneten wir eine Tüte Chips und freuten uns über Gottes Zusagen.

Aber es gibt auch die Gleichzeitigkeit und die Sorgen, die über Momentaufnahmen hinausgehen. Während ich mit großer Dankbarkeit auf diesen Sonnabend zurückblicke, schaue ich auch mit Besorgnis, ja mit ein wenig Furcht und Zittern in die Zukunft. Es macht mir Angst, welche Entwicklung unsere Gesellschaft nimmt, die sich immer weiter spaltet und welchen Stimmen so viel Gehör verschafft wird.

Am Morgen darauf sangen wir im Gottesdienst das Lied, dessen Text Dietrich Bonhoeffer wenige Monate vor seiner Ermordung 1945, schrieb. „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag“, heißt es dort. Die meisten von euch kennen den Liedinhalt. An diesem Sonntag berührte er mich tief. Gleichzeitig ist mir auch bewusst geworden, was ich da singe: „Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.“ Das reicht über mein Erleben hinaus, das passt nicht mit den Bergwiesen, dem friedlichen Gottesdienst oder der behüteten Kindheit, aus der ich gerade so herausgewachsen bin zusammen. Ich bin im höchsten Maß herausgefordert und gleichzeitig getröstet durch dieses Sprachbild, das sagt: auch wenn das nicht mein Erleben ist oder sein wird, alles liegt in Gottes „guter und geliebten Hand“. 
 
Euer Konstantin Stawenow
 
Challenge: Welche Gleichzeitigkeit gibt es in deinem Leben? Wie erlebst du Gott darin?
 
 


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